Leitbild / Konzept: Kinderkrippe Wichtelstube

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Kinderkrippe Wichtelstube

Die Kinderkrippe Wichtelstube wurde im Oktober 2019 in einer, an die Gegebenheiten einer Kindertageseinrichtung angepassten, hellen Erdgeschosswohnung am Rande des Neubaugebietes „am alten Reiterhof“ eröffnet.

Die Krippe bietet mit den Betreuungsmodellen VÖ (verlängerte Öffnungszeiten) und GT (Ganztagesbetreuung) bis zu 10 Plätze für Kinder zwischen 1 und 3 Jahren.

Leitbild & Konzept

Die Wichtelstube befindet sich in einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses am Rande eines neu erschlossenen Wohnkomplexes. Unsere Räumlichkeiten sind von überschaubarer Größe und durchdacht an die Bedürfnisse einer Krippe angepasst und eingerichtet.
Grundlage der Pädagogik ist unser Bild vom Kind: wir sind der Auffassung, dass Kinder wundervoll und einzigartig sind - alle sind gleichwertig und gleichwürdig und möchten ein Teil der Gruppe und der Gesellschaft sein. Kinder können ihre Entwicklungsprozesse nur selbst vollziehen, dazu werden die vorhandenen Fähigkeiten, Potentiale und Interessen auf eigensinnige und vielfältige Art und Weise genutzt, um die (Um)Welt zu erforschen und entdecken. Jedes Kind stellt sich so Lernaufgaben auf seine eigene Art und in seinem eigenen Tempo.
Wir als pädagogische Fachkräfte sehen uns in der Rolle des Lernpartners, Begleiters, des Impuls- und Materialgebers. Basis dafür ist eine sichere, stabile emotionale Bindung, die sich vor allem in der Zeit der Eingewöhnung aufbaut und sich immer weiterentwickelt. Aus dieser Sicherheit heraus kann sich das Kind positiv der Welt zuwenden und sich entfalten.

Unser Leitbild besteht aus verschiedenen Bausteinen, die wir im Folgenden ausführen und erklären:

Verlässlichkeit und Bindung

„Wir sind zuverlässige und beständige Ansprechpartner, Bindungspersonen und Kolleg*Innen.“

Durch unser kleines Team stehen den Kindern und ihren Familien jederzeit verlässliche Ansprechpartner zur Verfügung, es gibt keine Schichtwechsel und die Möglichkeit für spontane Gespräche, Absprachen und Rückmeldungen. Auch bei Ausflügen und Spaziergängen sind wir jederzeit telefonisch erreichbar, für Anliegen gibt es Bürozeiten der Einrichtungsleitung und immer die Möglichkeit, Gesprächstermine zu vereinbaren.
Kinder, ihre Familien und alle Beschäftigten sollen sich hier bei uns wohlfühlen und vertrauensvoll miteinander umgehen – Verlässlichkeit ist hierfür eine grundlegende Voraussetzung. Verlässlichkeit schaffen wir durch feste Rituale und Abläufe in unserem Alltag, Transparenz für die Kinder und Familien und durch konzeptionelle und standardisierte Vorgaben. Unsere Konzeption wurde gemeinsam im Team entwickelt, ist verbindlich, wird gelebt und bei Bedarf überarbeitet. Wir pflegen einen respektvollen Umgang miteinander und akzeptieren die Persönlichkeit des Gegenübers auch in Konfliktsituationen. Stets wird die Schweigepflicht eingehalten, sensible Daten werden verschlossen aufbewahrt und geschützt.
Wichtige Informationen erhalten die Familien rechtzeitig per E-Mail oder über Aushänge an der Eingangstüre und der Informationswand im Eingangsbereich, die Schließzeiten sind in allen Einrichtungen der Gemeinde abgestimmt und werden frühzeitig bekanntgegeben.
Damit sich verlässliche und sichere Beziehungen und Bindungen zwischen Kindern und Fachkräften aufbauen, interagieren wir feinfühlig und bedürfnisorientiert mit dem Kind und seiner Familie, sind in engem Austausch und Gesprächen und begleiten die Eingewöhnungszeit stets individuell.

Partizipation, Bedürfnis- und Bindungsorientierung

„Kinder und Erwachsene werden ernstgenommen, wir haben Interesse an ihren Bedürfnissen, Ideen und Anliegen. Jedem wird mit Offenheit begegnet, Vorschläge und Ansichten werden in Planungen und Entscheidungen einbezogen.“

Durch die Orientierung an den Bedürfnissen jedes einzelnen auf Grundlage einer verlässlichen Bindung und durch Teilhabe schaffen wir ein Miteinander, das von Empathie und respektvollem Miteinander geprägt ist, in dem achtsam und friedvoll miteinander umgegangen wird – so kann sich Potenzial frei entfalten und genutzt werden. Das bedeutet nicht, dass jeder macht was er möchte, oder immer alles bejaht und erfüllt wird. Viel mehr gehen wir in einen gemeinsamen Dialog und kommunizieren Grenzen und Erwartungen, üben demokratische Prozesse und machen Entscheidungen transparent. Das bedeutet auch, dass Kinder ihrem Alter und ihrer Entwicklung entsprechend Entscheidungen treffen, Dinge ausprobieren, sich auch mal irren und umentscheiden. Als pädagogische Fachkräfte schaffen wir einen Rahmen, in dem eine angemessene Entscheidungsfindung stattfinden kann und begleiten diese respektvoll.
Mit Feinfühligkeit und Empathie werden Bedürfnisse der Kinder auch dann wahrgenommen und berücksichtigt, wenn diese nonverbal geäußert werden.
Auch die Familien erfahren Teilhabe und Transparenz, dies schaffen wir durch tägliche Einblicke und Rückblicke in unseren Alltag, eine umfangreiche Informationswand, jährliche Elternbefragungen, einen Briefkasten für Rückmeldungen, verschiedene Gespräche und Elternabende. In diesem Rahmen werden außerdem die Elternvertreter gewählt, die ebenfalls in Entscheidungsfindungen beteiligt werden.
Die pädagogischen Fachkräfte stehen ganz natürlich in einem engen Kontakt untereinander, in täglichen Kurzbesprechungen oder den wöchentlichen Dienstbesprechungen werden Beobachtungen, Ideen und Anliegen ausgetauscht, aufgegriffen, beraten und die weitere Umsetzung geplant.

Zeit

„Wir haben Zeit füreinander – für Familien, Kinder, Mitarbeitende, für Gespräche, Alltag, Spiel, Aktivitäten und Nichtstun.“

Besonderen Stellenwert hat es für uns, den Kindern (ganz besonders in ihrer Eingewöhnungszeit) Zeit zu geben und ihr unterschiedliches Tempo zu berücksichtigen. Wir nehmen uns immer Zeit für die Begrüßung am Morgen und dem Abschied am Mittag und haben dabei Zeit für Gespräche mit den Familien „zwischen Tür und Angel. Sollte mehr Zeit benötigt werden können Gesprächstermine vereinbart werden.
Zeit haben wir auch für die Begleitung der Kinder bei alltäglichen Handlungen, zum Trösten und Zuhören, sich Mitteilen und Fragen beantworten, für geplante Aktivitäten, Spaziergänge, Spielplatzbesuche, Essen und Trinken, Körperpflege und Sauberkeitsentwicklung, Schlafen und Ruhen und vielem mehr. Trotz dieser vielen verschiedenen Elemente räumen wir dem freien Spielen so viel Zeit wie nur möglich ein. Strukturiert wird der Tag durch Rituale und wiederkehrende Abläufe. Diese Zeit nutzen die pädagogischen Fachkräfte für individuelle Entwicklungsbeobachtungen, über die sich untereinander und in Entwicklungsgesprächen mit den Familien ausgetauscht wird. Ermöglicht wird dies durch einen verlässlichen, aber auch an spontane Entwicklungen angepassten Dienstplan und unsere Arbeitsstruktur. Bei Aktivitäten wie unserem Sommerfest, der Adventsfensteröffnung oder dem Ehemaligentreffen gibt es Zeit und Möglichkeit, sich noch besser Kennenzulernen und die Möglichkeit für gemütliches Beisammensein.

Gemeinschaft und Kooperation

„Wir sind ein Ort, an dem Kinder spielen und ein Gruppengefühl entwickeln, Erwachsene Gespräche führen und Familien und Mitarbeitende Zugehörigkeit empfinden.“

Kooperation bedeutet „Zusammenwirken“ – wir möchten in diesem Sinne verlässlich in Kontakt miteinander stehen, konstruktiv zusammenarbeiten und Ressourcen und Stärken nutzen. Wissen und Können werden eingebracht, Kindern, Familien und Mitarbeitenden wird geholfen, wenn Hilfe erwünscht ist und benötigt wird. Dabei ermutigen wir auch die Kinder, sich gegenseitig zu helfen. Durch die überschaubare Gruppengröße der Wichtelstube entwickeln die Kinder rasch ein Wir-Gefühl, sorgen gegenseitig füreinander und haben einen guten Überblick über die Gruppe.
Mit den anderen Pleidelsheimer Kindertageseinrichtungen und weiteren öffentlichen Institutionen wie zum Beispiel der Ortsbücherei sind wir gut vernetzt. Gemeinsame Erlebnisse, Aktivitäten und Feste bieten Raum für gegenseitiges Kennenlernen, es entwickeln sich Freundschaften zwischen Familien und eine herzliche Teamatmosphäre.
 

Inklusion

„Vielfalt bereichert. Hier sind alle besonders und mit ihrer individuellen Persönlichkeit willkommen.“

Familien und Kinder aller Nationen und Lebenssituationen sind bei uns gleichermaßen willkommen. Wir erkennen Vielfalt und Unterschiedlichkeit als Bereicherung an und sind überzeugt, dass jede Persönlichkeit, gleich welcher Fähigkeiten, Lebenslage, Bedarf, Herkunft, Weltanschauung oder sexuellen Identität einzigartig und wertvoll für die Gemeinschaft und schützenswert ist. Wir möchten Formen des Zugangs und der Zusammenarbeit entwickeln, die allen eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht.
Wir möchten, dass Kinder und Erwachsene Entwicklungschancen erhalten, die individuelle Interessen und Stärken berücksichtigen und Weiterentwicklung fördern. Dabei werden Kinder und Mitarbeitende nicht durch vergleichende Beurteilungsverfahren in Konkurrenz gestellt, sondern Lern- und Entwicklungsschritte individuell betrachtet (zum Beispiel durch Bildungs- und Lerngeschichten für Kinder oder Zielvereinbarungsgespräche für Mitarbeitende).
Im gemeinsamen Dialog können Bedürfnisse und Beweggründe kommuniziert werden und der eigene Horizont wird erweitert. Wir betrachten Inklusion als fortwährenden Prozess mit dem Ziel einer inklusiven Gesellschaft, die Diskriminierung und Ausgrenzung entgegenwirkt.

(Weiter)Entwicklung

„Wir entwickeln uns und unsere Arbeit stetig weiter und sehen Veränderungen als etwas positives. Entscheidungen werden transparent gemacht, Kinder, Familien und Mitarbeitende werden miteinbezogen.“

Wir nehmen aufmerksam und reflektiert wahr, welche Entwicklungsthemen und Interessen die Kinder beschäftigen und welche Bedürfnisse die Familien haben und berücksichtigen diese im Alltag und bei der Planung und Umsetzung von Angeboten. Dabei sind wir stets bereit, Geplantes zu ändern oder zu verwerfen und lassen uns gerne darauf ein, etwas auszuprobieren und das erste Mal zu machen. Auch die Gestaltung der Räumlichkeiten wird stetig weiterentwickelt, angepasst und bei Bedarf geändert.
Entwicklungsschritte der Kinder dokumentieren wir in persönlich und individuell gestalteten Portfolioordnern. In jährlichen Personalentwicklungsgesprächen werden Aufgaben und berufliche Standpunkte definiert, Selbstreflexion geübt, Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung geplant und Ziele formuliert. Wir nehmen Ideen und resultierende Veränderungen als etwas Positives und Bereicherndes an und begegnen diesen offen, hier gibt es kein pauschales „Das haben wir schon immer so gemacht.“

Viele weitere Informationen und Details unserer Arbeit sind in der Konzeption festgehalten, die bei Interesse gerne ausgehändigt werden kann.