Leitbild / Konzept: Kindergarten St.Michael

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Unser Leitbild

Wir achten die Rechte und Bedürfnisse eines jeden Kindes.

Wir leben christliche Werte in unserem Kindergarten. Unser Ziel ist es, dass die Kinder diese Werte mit einem positiven Gefühl in sich selbst verbinden lernen und diese Werte ebenso ausleben können.

Wir nehmen den Bildungsauftrag umfassend und in seinem ursprünglichen Sinn – durch Bildung Gott ebenbildlich werden – wahr.

Wir heißen Kinder und Familien aller Nationalitäten, Konfessionen Religionen und Weltanschauungen willkommen.

Sie alle erfahren Wertschätzung in ihrer menschlichen Würde und Einzigartigkeit und lernen dabei wertschätzend mit anderen und der Schöpfung umzugehen.

Unser Konzept

Im Kindergarten St. Michael arbeiten wir nach einem geschlossenen Konzept mit Elementen aus dem Situationsansatz, der Montessori Pädagogik und einem integrativen Ansatz. Das Konzept ermöglicht es Kindern, ritualisiert in ihrer Gruppe anzukommen, enge Bindungen zu Kindern und Fachkräften aufzubauen und das Miteinander und den Zusammenhalt in der Gruppe zu stärken. Mit immer denselben Ansprechpartner:innen erleben die Kinder und Eltern Verlässlichkeit. Denn die Fachkräfte behalten die Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Kinder im Blick und ermöglichen es ihnen, diese zu erfüllen. In Abstimmung zwischen den Gruppenfachkräften und den Kindern können vielfältige Spielthemen verwirklicht und erlebt werden. Dabei bringen sich die Kinder bei der Raumgestaltung themenbezogen mit ein.

Die tiefe Bedeutung des Spiels berücksichtigend, räumen wir dem freien Spiel der Kinder viel Zeit ein. Sie entscheiden selbst, womit sie spielen und mit welchem Spielthema und -inhalt sie sich beschäftigen. Sie suchen sich selbst aus, mit wem sie spielen möchten und wie lang. Die Fachkräfte bieten in dieser Zeit Angebote an, die aus dem Spielinteresse der Kinder entstehen oder führen Beobachtungen durch. Während der Freispielzeit können die Kinder darüber hinaus entscheiden, ob sie drinnen oder draußen spielen möchten und - bei der Einhaltung vereinbarter zeitlicher Strukturen und Regeln – auch ohne ständige Aufsicht einer Fachkraft. Gerade das Spiel in der Natur bietet viele Möglichkeiten für ganzheitliche Erlebnisse.

Vor allem im Garten spielen die Kinder gruppenübergreifend. Nach Absprache mit den Gruppenfachkräften ist es den Kindern möglich, andere Gruppen zu besuchen und dort den Tag zu verbringen. Außerdem sind Projekte, sowie Aktions- oder Themenwochen stets gruppenübergreifend planbar.

Teiloffen ergibt sich somit aus dem geschlossenen Konzept und muss nicht geregelt werden. Es hängt ab von der offenen Einstellung.

Jede Fachkraft hat ihre Bezugskinder, diese sind Teil einer Stammgruppe. In der Regel finden in einem zeitlich begrenzten Zeitraum Morgenkreise, gezielte Aktivitäten oder Projekte statt. Die geplante Gruppenzeit ermöglicht es uns, Kindern einen Ausgleich zu den offenen Spielphasen zu schaffen. Sie lernen sich ganz bewusst in einer Gruppe einzufinden und Regeln für das Miteinander auszuhandeln. Da die Kinder die meiste Zeit in ihrer Stammgruppe spielen, ist es den Fachkräften sehr gut möglich die Kinder in Kleingruppen gezielt zu fördern (z.B. Gruppen mit erhöhtem Sprachförderbedarf, Vorschulkinder,..)

Die Sprachbildung der Kinder liegt uns sehr am Herzen. Sprachbildung im Kindergarten bedeutet nicht nur gezieltes Sprachtraining für Kinder, sondern eine Erweiterung der Sprachkompetenzen durch alltagsintegrierte Angebote, die Sprachanlässe bieten. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten die Tätigkeiten des Alltags stets verbal und dienen den Kindern als Sprachvorbild. Für Kinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf findet eine gezielte Sprachförderung in einer Kleingruppe mit einer Sprachheilpädagogin statt.

Die Kinder, die in einem Jahrgang zugehörig sind und unmittelbar vor der Einschulung stehen, nehmen gruppenübergreifend an Kooperationstreffen und -terminen in der Jahrgangsgruppe teil und werden am Ende des Kindergartenjahres gemeinsam eingeschult (z.B. Klassenzimmerbesuch). Aufgrund eines ähnlichen kognitiven und sozio-moralischen Entwicklungsstandes ermöglicht die gemeinsame Zeit mit Gleichaltrigen den Kindern, sich gegenseitig Denkanstöße zu geben und einander in der Entwicklung voranzutreiben.

Beobachten und Dokumentieren

Jedes Kind, das in unseren Kindergarten kommt, bekommt einen mit Foto personalisiertes Portfolio, das im Laufe der Kindergartenzeit gefüllt wird. Zum Übergang in die Schulzeit wird das Portfolio dem Kind als Abschiedsgeschenk überreicht.

Im Portfolio werden die unterschiedlichsten Ereignisse des Kindes dokumentiert. Neben den Bildungs- und Lerngeschichten finden dort zum Beispiel Ausflugsberichte, Dokumentationen von Aktionen und Angeboten, an denen das Kind teilgenommen hat, Kinderinterviews oder auch Werke aus den Gruppenaktivitäten, ihren Platz.

Das Portfolio dient jedoch nicht nur als Erinnerung, sondern auch als Entwicklungsdokumentation. Es ist Eigentum des Kindes und darf von anderen Kindern sowie Eltern nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Kindes angeschaut werden.

In Vorbereitung auf Entwicklungsgespräche mit den Eltern, bearbeitet die Bezugserzieherin den Schneckenbogen nach Kornelia Schlaaf-Kirschner, um die einzelnen Entwicklungsschritte in den jeweiligen Bildungsbereichen zu visualisieren. So kann den Eltern auf einfache Art und Weise verdeutlicht werden, wo die Stärken ihres Kindes sind und in welchen Bereichen ihr Kind unterstützt und gefördert werden kann. Auch für uns nutzen wir diesen Bogen, um gezielte Aktivitäten für ein Kind zu planen und somit die Förderung auch im Kindergarten zu gewährleisten.

 

Unser christliches Profil

Unserem kirchlich-christlichen Profil folgend, bauen wir religionspädagogische Elemente in unseren Kindergartenalltag mit ein. Zusätzlich nehmen wir mehrmals im Jahr an Gottesdiensten der Kirche teil. Dabei beteiligen sich die Kinder selbst aktiv an liturgischen Elementen.

Vor allem sind uns jedoch die christlichen Werte, wie zum Beispiel Dankbarkeit, Nächstenliebe und Barmherzigkeit, wichtig. Diese Werte leben wir den Kindern durch unser eigenes Handeln vor. Die Kinder beobachten und verinnerlichen die Werte, wenn sie sie als lebensförderliche Haltungen erachten. Dabei ist uns wichtig, dass die Kinder diese Werte mit einem positiven Gefühl in sich selbst verbinden lernen.

Darüber hinaus feiern wir im Kindergarten christliche Feste rund ums Kirchenjahr, Kinderandachten, sowie die Segnung der werdenden Schulkinder. Die Kinder lernen die Anlässe kennen, die den Festen zugrunde liegen und können den Bezug zum christlichen Glauben herstellen. Ferner erfahren sie, dass sie jederzeit und überall von Gott umgeben sind und begleitet werden.

Diese Elemente sind in unseren Alltag integriert und enthalten einen freiwilligen Charakter. Die Kinder können selbstbestimmt ihren Zugang zu ihrer Spiritualität wählen und sich bei Bedarf Unterstützung und Input von den Fachkräften holen.

Eingewöhnung

Unser Eingewöhnungsmodell orientiert sich am Berliner Eingewöhnungsmodell. Wir legen besonderen Wert auf die Bedürfnisorientierung: Nicht jedem Kind das Gleiche, sondern jedem Kind das Seine!

Zum ersten Kennenlernen findet ein Aufnahmegespräch statt, bei dem bereits die Details zur Eingewöhnung ausgemacht werden. Die Bezugsperson und das Kind verbringen an den ersten zwei Tagen jeweils eine Stunde gemeinsam im Kindergarten. Die Bezugsperson schenkt dem Kind die volle Aufmerksamkeit und bietet dem Kind somit eine „sichere Basis“ für die Erkundung des Kindergartens. Die Fachkraft nimmt vorsichtig Kontakt zum Kind auf, beobachtet die Situation und beteiligt sich vorsichtig am Spiel. In den ersten Tagen findet kein Trennungsversuch statt. Die Bindungsperson verlässt am dritten Tag nach einer deutlichen Verabschiedung den Raum, bleibt aber vom Kind unbemerkt in der Einrichtung.

A) Bleibt das Kind zufrieden oder weint, lässt sich jedoch rasch von der Fachkraft trösten, kann sich beruhigen und findet nach kurzer Zeit ins Spiel, so wird die Trennungszeit in den kommenden Tagen ausgedehnt, während die Bezugsperson weiterhin vom Kind unbemerkt in der Einrichtung verbleibt.

B) Weint das Kind und lässt es sich auch nach einigen Minuten nicht trösten, bzw. fängt immer wieder an zu weinen, wird der Trennungsversuch abgebrochen und die Bindungsperson wird wieder in den Raum gebeten.

In den nächsten Tagen wird die Beziehung zur Fachkraft weiter stabilisiert, ein erneuter Trennungsversuch findet frühestens am siebten Tag statt. In Absprache mit der Bindungsperson wird die Trennungszeit immer weiter ausgedehnt. Die Einrichtung kann dabei verlassen werden, die Bindungsperson muss allerdings jederzeit erreichbar und direkt verfügbar sein. Die Eingewöhnungszeit ist dann beendet, wenn das Kind sich schnell von der Fachkraft trösten lässt und grundsätzlich in guter Stimmung spielen kann. Das Ziel der Eingewöhnung ist ein behutsamer Übergang vom Elternhaus in die Einrichtung. Dabei wird dem Kind die Möglichkeit gegeben, in seinem eigenen Tempo eine sichere, tragfähige Bindung zur Fachkraft aufzubauen. Deshalb behalten wir uns, in Absprache mit den Eltern, vor, an den Bedürfnissen des Kindes orientierte, individuelle Änderungen vorzunehmen, die von diesem Ablaufschema abweichen.

Zusammenarbeit mit Eltern

Zusammenarbeit mit Eltern

Die Eltern, bzw. Sorgeberechtigten sind Experten für ihre Kinder. Unsere Einrichtung sieht sich als familienergänzend, familienbegleitend und familienunterstützend. Dabei liegt uns die wertschätzende Zusammenarbeit und der anerkennende Umgang miteinander zum Wohl der Kinder sehr am Herzen. Unser Ziel ist es, mit Eltern und Familien an einem Strang zu ziehen, um für jedes Kind individuell ein lernförderliches Umfeld zu schaffen. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, dass sich auch Eltern und Familien in unserem Kindergarten willkommen, ernst genommen und vor allem auch wohl fühlen.

Um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Kindergartenteam und den Familien der Kinder zu gewährleisten, werden Informationen auf verschiedenen Wegen eingeholt und weitergegeben. Dazu zählen unter anderem unser E-Mailverteiler und die Besetzung einer jeden Gruppe zu den Bring- und Abholzeiten, um einen Informationsaustausch zu ermöglichen. Darüber hinaus befinden sich im Eingangsbereich des Kindergartens Infowände, und Aushänge an den Gruppentüren, an denen sich Eltern Informationen selbstständig einholen können.

Eine offene und wertschätzende Kommunikation ist wesentlich für die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Kindertageseinrichtung. Diese kann in verschiedensten Formen stattfinden. Vor Beginn der Kindergartenzeit findet ein Aufnahmegespräch statt, bei dem wir Details der Eingewöhnung besprechen. Nach drei bis sechs Monaten wird ein Reflexionsgespräch zum Abschluss der Eingewöhnung geführt. Jedes Jahr findet ein Entwicklungsgespräch statt, bei dem sich Eltern mit der Bezugserzieherin über den aktuelle Entwicklungsstand, die Stärken und Interessen ihres Kindes austauschen und Unterstützungsmöglichkeiten und geeignete Förderungsmaßnahmen, sowohl für den Kindergarten als auch für zuhause, planen.

Zu Beginn eines jeden Kindergartenjahres findet ein Elternabend statt, bei dem wichtige Informationen des kommenden Kindergartenjahres ausgetauscht werden. Außerdem wird ein neuer Elternbeirat gewählt.

Institutionelles Schutzkonzept

Wir haben einrichtungsintern ein Konzept zur Prävention von Kindesmissbrauch erarbeitet, das verbindliche Verhaltensregeln und Vorgehensweisen für Meldungen beinhaltet.

Schriftliche Konzeption

Alle weiterführenden Informationen und Themen können Sie auf Nachfrage in unserer Konzeption lesen.